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Aktuelles
Pressemitteilung Nr. 138
München, 20.05.2026

FÜRACKER UND DR. OPTENDRENK: BAYERN UND NORDRHEIN-WESTFALEN BÜNDELN IHRE KRÄFTE FÜR EINE ZUKUNFTSSICHERE STEUERVERWALTUNG
Gemeinsam Informationssicherheit der Steuerverwaltung stärken – durch enge Kooperation der Steuerrechenzentren, mehr Widerstandskraft gegen Cyberangriffe und verlässliche Handlungsfähigkeit

„Cyberangriffe machen vor Landesgrenzen keinen Halt – und auch wir denken Sicherheit über Grenzen hinweg. In Bayern bearbeitet das Landesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (LSI) jährlich rund 6.000 Fälle, bei denen ein konkreter Verdacht auf einen Cyberangriff gegen die Staatsverwaltung besteht und die nicht bereits automatisiert abgewehrt wurden. Diese Vorfälle nehmen seit Jahren stetig zu. Gemeinsam mit Nordrhein-Westfalen bündeln wir unsere Kräfte, vernetzen unsere Rechenzentren enger und sorgen dafür, dass speziell Steuerdaten noch besser geschützt werden. Mit unserer neuen Vereinbarung setzen wir auf Teamwork und höchste Sicherheitsstandards, damit die Steuerverwaltung auch im Ernstfall zuverlässig funktioniert. Durch die enge Abstimmung beim Softwaredesign und im Betrieb schaffen wir ein transparentes, einheitliches Sicherheitsniveau. So können wir die Cybersicherheit gezielt stärken, Prozesse effizienter gestalten und uns im Notfall gegenseitig unterstützen – ohne unsere Eigenständigkeit aufzugeben. Die Vereinheitlichung technischer Plattformen und die Harmonisierung unserer Netzwerke sind entscheidende Schritte für eine noch modernere, sichere und leistungsfähigere Steuerverwaltung. Bayern und Nordrhein-Westfalen zeigen: Zusammenarbeit macht uns stärker und schafft Vertrauen in eine digitale Steuerverwaltung“, so Finanz- und Heimatminister Albert Füracker.

„Die Bedrohungslage im Cyberraum wächst rasant. Gerade die Steuerverwaltung muss deshalb widerstandsfähig, handlungsfähig und verlässlich bleiben. Nordrhein-Westfalen und Bayern gehen hier bewusst gemeinsam voran. Wir stärken die Zusammenarbeit unserer Steuer-Rechenzentren, harmonisieren zentrale Strukturen und bauen Sicherheitsstandards für den Betrieb der Steuer-IT weiter aus. Denn Informationssicherheit endet nicht bei der Softwareentwicklung. Sie muss durchgängig mitgedacht werden – von der Architektur über den Betrieb bis hin zum Krisenfall. Gleichzeitig reduzieren wir Komplexität und schaffen einheitliche Standards. Das erhöht die Resilienz gegen Cyberangriffe und stärkt die Handlungsfähigkeit des Staates und schafft damit Vertrauen.“, erklärt der nordrhein-westfälische Minister der Finanzen Dr. Marcus Optendrenk.

Bayern treibt gemeinsam mit Nordrhein-Westfalen eine länderübergreifende Kooperation bei der Betriebsinfrastruktur der Steuer-IT voran, um angesichts zunehmender Cyberangriffe die Sicherheit zu erhöhen. Mit einem Memorandum of Understanding bauen sie die Kooperation ihrer Rechenzentren weiter aus, harmonisieren Betriebsplattformen und etablieren gemeinsame Standards. Ziel ist ein einheitliches Sicherheitsniveau, mehr Resilienz im Krisenfall und effizientere Prozesse. Zugleich sollen Skaleneffekte genutzt und Prozesse effizienter gestaltet werden. Die jeweiligen Rechenzentren bleiben dabei weiterhin organisatorisch und rechtlich eigenständig.


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