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Heimatstrategie - Behördenverlagerungen

Behördenverlagerungen sind ein zentrales Instrument aktiver Strukturpolitik. Sie schaffen sichere Arbeitsplätze, dienen der Wirtschaft als Vorbild und stärken die Infrastruktur des ländlichen Raumes. Damit wird dem Verfassungsauftrag aus Artikel 3 Absatz 2 Satz 2 der Bayerischen Verfassung Rechnung getragen, in ganz Bayern gleichwertige Lebens- und Arbeitsbedingungen zu fördern und zu sichern.
 
2015 war Startschuss der größten Regionalisierung von Behörden und staatlichen Einrichtungen der letzten Jahrzehnte. Das Konzept „Regionalisierung von Verwaltung“ beinhaltet die Verlagerung von über 50 Behörden und staatlichen Einrichtungen mit 3.155 Personen (2.225 Beschäftigte und 930 Studierende) in alle Regierungsbezirke Bayerns. Für die neuen Behördenstandorte wurden vorrangig Regionen ausgewählt, die im Raum mit besonderem Handlungsbedarf liegen und nicht im Rahmen der Hochschulinitiativen bereits umfangreich gefördert wurden. Konversionsgemeinden wurden ebenfalls berücksichtigt.

Die Bayerische Staatsregierung hat das Instrument der Behördenverlagerungen mit dem Strukturkonzept „Chancen im ganzen Land“ im Jahr 2016 fortgeführt. Als weiterer Bestandteil der Heimatstrategie sieht dieses zusätzliche strukturelle Impulse für die Regierungsbezirke Mittelfranken und Niederbayern mit insgesamt rund 500 Arbeitsplätzen vor. Kernstücke sind die Verlagerung des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit und Pflege von München nach Nürnberg sowie der Landesanstalt für Landwirtschaft nach Ruhstorf a. d. Rott.

Insgesamt werden in der ersten Stufe der Behördenverlagerung (Konzepte „Regionalisierung von Verwaltung“ und „Chancen im ganzen Land“) rund 70 Behörden und staatliche Einrichtungen mit mehr als 2.700 Arbeitsplätzen sowie 930 Studienplätzen verlagert.

Die Staatsregierung arbeitet mit Hochdruck an der Umsetzung der Konzepte der ersten Stufe und damit an der Stärkung des ländlichen Raumes. In den letzten fünf Jahren haben 51 Behörden und staatliche Einrichtungen mit 1.041 Beschäftigten und 430 Studierenden an den neuen Zielorten zu arbeiten begonnen. Dies entspricht bereits 74% der Verlagerungsprojekte.

Bis Ende 2020 sollen mehr als 1.500 Personen den Dienstbetrieb aufgenommen haben. Damit werden ca. 45 % des gesamten Verlagerungsvolumens vor Ort sein. 12 Projekte und damit ca. 1/5 aller Verlagerungsprojekte sollen Ende 2020 abgeschlossen sein.

Nach der Ankündigung von Herrn Ministerpräsidenten Dr. Markus Söder soll eine zweite Stufe der Behördenverlagerung folgen. Hierfür befindet sich bereits ein Konzept „Behördenverlagerung Bayern 2030“ in Planung.

Behördenverlagerung nur gemeinsam mit den Beschäftigten

Ein besonderes Augenmerk der Staatsregierung liegt auf der sozialverträglichen Gestaltung der Verlagerungen. Es wird daher keine Zwangsversetzungen an die neuen Zielstandorte geben. Das Personalrahmenkonzept enthält ein ganzes Paket an monetären und nicht-monetären Anreizen, um den Umsetzungsprozess für die Beschäftigten und Behörden gleichermaßen zu erleichtern.

Informationen für Bewerberinnen und Bewerber

Die Verlagerungen im Rahmen der Heimatstrategie sind ressortverantwortlich durchzuführen. Gleiches gilt für ressorteigene Planungen zur Personalbesetzung. Anfragen und Bewerbungen für die neuen Behörden und Behördenteile bitten wir daher an das fachlich zuständige Staatsministerium zu richten.

Informationen zu Immobilien

Immobilienangebote zur Unterbringung der neuen Behörden bzw. Behördenteile bitten wir an die Immobilien Freistaat Bayern (IMBY) als Dienstleister in Unterbringungsfragen für alle staatlichen Stellen zu richten. Die IMBY wird auf Sie zu kommen, sofern Ihr Angebot für die Unterbringung einer staatlichen Einrichtung in Frage kommt. Mehr Informationen zur IMBY finden Sie im Internet unter www.immobilien.bayern.de.