HEIMAT
Bayern ist eine wunderbare Heimat, die seinen Bewohnerinnen und Bewohnern viel zu bieten hat. Neben einer beeindruckend schönen Landschaft,
einem hohen Freizeitwert und einem einzigartigen Lebensgefühl, ist sie reich an Innovationen, kulturellen Schätzen, Traditionen und Brauchtum.
Sie ist wirtschaftlich attraktiv und hat ein vielfältiges Arbeitsplatz- und Infrastrukturangebot.
Ganz besonders wird Heimat aber erst durch die Menschen, die hier leben, arbeiten und sich engagieren. Besonders ist in Bayern auch,
dass es sich in Stadt und Land gleichermaßen gut leben lässt. Hierzu leistet das Heimatministerium seit 2014 einen wichtigen Beitrag
entsprechend dem Verfassungsziel der gleichwertigen Lebensverhältnisse und Arbeitsbedingungen (Art. 3 Abs. 2 BV). Dabei werden
Ballungszentren entlastet und ein nachhaltiges Wachstum im ländlichen Raum unterstützt.
Der Kompass der Heimatpolitik
ist die Heimatstrategie.
Sie gibt als fachübergreifendes Gesamtkonzept Orientierung für eine ausgewogene Entwicklung in Stadt und Land.
Der Heimatbericht
gibt jährlich einen Überblick über die Entwicklung in Stadt und Land in Bayern und stellt Maßnahmen der Bayerischen Staatsregierung vor.
Der demografische Wandel –
mit einer immer älter und vielfältiger werdenden Gesellschaft - ist eine der großen Herausforderungen unserer Zeit, die sich auf nahezu alle
Lebensbereiche wie z. B. den Arbeitsmarkt, die Pflege oder das Bildungssystem auswirkt. Das Heimatministerium koordiniert dieses wichtige Thema innerhalb
der Bayerischen Staatsregierung und setzt eigene Maßnahmen um.
Das Heimatministerium bietet unterschiedliche Fördermöglichkeiten
etwa im Bereich der Heimatpflege, der Entwicklung des bayerisch-tschechischen Grenzraums oder von digitalen Heimatprojekten an.
Behördenverlagerungen
sind ein wichtiger Bestandteil der Heimatstrategie. Sie schaffen sichere Arbeitsplätze, dienen der Wirtschaft als Vorbild und stärken die Infrastruktur des ländlichen Raumes. Sie tragen dazu bei,
unterschiedliche Entwicklungsgeschwindigkeiten in Stadt und Land anzugleichen und unterstützen den Verfassungsauftrag gleichwertige Lebensverhältnisse und Arbeitsbedingungen zu schaffen und zu erhalten.
Heimatpflege,
also die Pflege der Volkskultur in ihren Bräuchen, in der Volksmusik und im Trachtenwesen hat in Bayern einen hohen Stellenwert. Das Heimatministerium unterstützt die
Dachverbände der Heimatpflege sowie Institutionen der Volksmusikpflege und -forschung mit wiederkehrenden Zuwendungen bei ihrer wichtigen Arbeit für unser kulturelles Erbe.
Das Immaterielle Kulturerbe (IKE) –
die lebendigen Traditionen, die einer Gemeinschaft ein Gefühl der Identität und Kontinuität vermitteln, wie beispielsweise Tanz, Theater, Musik, Bräuche, Feste, überliefertes Wissen und
traditionelle Handwerkstechniken – werden vom Heimatministerium im Bayerischen Landesverzeichnis des Immateriellen Kulturerbes gesammelt.
Dialekt ist die Sprache der Heimat. Oder umgekehrt: Heimat ist, wo man verstanden wird. Die Dialektvielfalt zählt zum kulturellen Erbe Bayerns und prägt die regionale, lokale Kultur
sowie die Identität vieler Menschen in Bayern. Dem Heimatministerium ist es daher ein großes Anliegen, das Bewusstsein für den Wert des Dialektsprechens zu fördern.
Aktuelle Maßnahmen sind das Dialektquiz,
der Dialektpreis Bayern und Dialektpreis Jugend
sowie die Social-Media-Aktion #Dialektbassd,
die zeigt, dass Dialekt auch bei jungen Menschen angesagt und zeitgemäß ist.
Volksmusik
ist ein Allgemeingut in all ihren Facetten und unterschiedlichen regionalen Ausprägungen, sie verbindet die Menschen und leistet somit einen wesentlichen Beitrag zum gesellschaftlichen Miteinander.
Dabei gilt es, sowohl die Traditionen zu bewahren als auch für neue Entwicklungen offen zu sein. Das Heimatministerium unterstützt dabei Institutionen, die ein breites Angebot von Seminaren,
Fortbildungskursen und allgemeiner Beratung bereitstellen. Insbesondere werden neben dem
Impulsprogramm Volksmusik
der Bayerische Landesverein für Heimatpflege e. V. sowie weitere Heimatpflegeorganisationen für ihre volksmusikalischen Aktivitäten gefördert.
Die Bayerische Verwaltung der staatlichen Schlösser, Gärten und Seen, kurz Schlösserverwaltung
ist eine der traditionsreichsten Verwaltungen des Freistaates. Als Hofverwaltung der Kurfürsten und der Könige entstanden, ist sie heute mit 45 Schlössern, Burgen und Residenzen der größte
staatliche Museumsträger in Deutschland. Dazu kommt noch ein ganz besonderes geschichtliches Erbe: die vielen prachtvollen Hofgärten, Schlossparks, Gartenanlagen und Seen.
Die einzigartigen Ensembles europäischer Architektur gepaart mit reichhaltiger künstlerischer Ausstattung ziehen jährlich rund 5 Millionen Besucher aus aller Welt an.
Die drei Königsschlösser Ludwig des II. - Neuschwanstein, Linderhof und Herrenchiemsee - die Kaiserburg in Nürnberg sowie die Residenzen in München und Würzburg sind weltweit bekannte
Touristenattraktionen. Doch auch die übrigen Objekte der Schlösserverwaltung ziehen viele Besucher an und sind in Bayern ein wichtiger Fremdenverkehrs- und Wirtschaftsfaktor vor Ort.