Breitbandausbau
Der Breitbandausbau in Bayern als flächengrößtes Bundesland ist aufgrund seiner Topographie und seiner kleinteiligen Siedlungsstruktur im ländlichen Raum besonders anspruchsvoll. Seit 2014 investieren Freistaat, Bund und Kommunen über 4 Mrd. Euro in den Glasfaserausbau in unterversorgten Gebieten in Bayern. Mit über 2,7 Mrd. Euro kommt dabei der größte Anteil vom Freistaat. Mit der Bayerischen Gigabitrichtlinie (BayGibitR) war Bayern europaweit Vorreiter und durfte als erste Region in der Europäischen Union den Glasfaserausbau auch dort fördern, wo bereits schnelles Internet mit mindestens 30 Mbit/s verfügbar war. Inzwischen fokussiert sich die Förderung aber auf das 2023 überarbeitete Förderprogramm des Bundes, das vom Freistaat Bayern kofinanziert wird. Im Rahmen ihrer kommunalen Planungshoheit entscheiden die Kommunen vor Ort, wo und wie gefördert ausgebaut wird.
Über 99,5 Prozent der bayerischen Haushalte haben inzwischen Zugang zu „schnellem Internet“ (mindestens 30 Mbit/s). 74 Prozent sind bereits gigabitfähig erschlossen. Nach Abschluss aller aktuell laufenden und bisher geplanten Maßnahmen werden 83 Prozent der bayerischen Haushalte gigabitfähig erschlossen sein. Schon über 250 Kommunen verfügen bereits heute über eine sehr gute Gigabitversorgung und wurden durch das Staatsministerium mit dem Siegel GigabitRegionBayern ausgezeichnet.
Breitbandzentrum und Breitbandmanager
Das Bayerische Breitbandzentrum ist der zentrale Ansprechpartner für den geförderten Glasfaserausbau in Bayern. Hauptaufgaben des Breitbandzentrums in Amberg sind die Verbesserung der Breitbandversorgung im Rahmen der Förderverfahren, die Koordinierung der Beratung durch die Breitbandmanager, die Optimierung der Beratungsqualität sowie die Vernetzung aller beteiligten Akteure. Die Breitbandmanager an den Ämtern für Digitalisierung, Breitband und Vermessung informieren Kommunen, Netzbetreiber, Unternehmen und Bürger rund um das Thema Breitbandausbau in Bayern und unterstützen insbesondere die Kommunen beim Gigabitausbau.