FÜRACKER: BAYERISCHES GEWALTSCHUTZPROGRAMM – 5 % WENIGER VORFÄLLE GEGEN BEAMTE IN 2025
„Menschen, die ihre Arbeitskraft in den Dienst der Gesellschaft stellen, verdienen Respekt und umfassenden Schutz bei ihrer Tätigkeit. Gewalt gegen Beschäftigte ist indiskutabel und wird im Freistaat in keinster Weise toleriert. Vor fünf Jahren haben wir deshalb gemeinsam mit dem Bayerischen Beamtenbund das Gewaltschutzprogramm ins Leben gerufen. Die Ergebnisse der neuen Gewaltstatistik 2025 zeigen, dass unser Programm wirkt: Wir konnten in 2025 einen Rückgang von fünf Prozent auf 8.344 angezeigte Gewaltvorfälle verzeichnen. Dennoch ist jeder Gewaltvorfall ein Vorfall zu viel! Wir passen unser Programm daher gemeinsam mit dem Bayerischen Beamtenbund laufend an die aktuellen Herausforderungen an und erweitern und verbessern unser Schutzkonzept kontinuierlich!“, betont Finanz- und Heimatminister Albert Füracker.
„Für die Beschäftigten ist es wichtig, den Dienstherrn an ihrer Seite zu wissen, wenn sich Gewaltvorfälle ereignen“, so Rainer Nachtigall, Vorsitzender des Bayerischen Beamtenbundes. „Das Gewaltschutzprogramm setzt schon im präventiven Bereich an und sorgt engmaschig bis hin zur Nachsorge und Ausgleichsmaßnahmen für eine umfassende Begleitung. Wir stehen für die künftige Weiterentwicklung gerne bereit“, so der Vorsitzende.
In 2025 wurden insgesamt 8.344 Gewaltvorfälle gegen Beschäftigte des Freistaats Bayern zur Anzeige gebracht; das entspricht – trotz einem Anstieg der Beschäftigtenzahl von knapp 338.000 Beschäftigten auf gut 354.000 Beschäftigte – einem Rückgang von rund 5 Prozent gegenüber dem Vorzeitraum (Juli 2022 bis Juni 2023). Dennoch besteht weiterhin Handlungsbedarf. Die Zahlen innerhalb der Ressorts unterscheiden sich erheblich: Während beispielsweise im Geschäftsbereich des Innenministeriums sowie im Bereich der Justiz ein Rückgang um 490 angezeigte Vorfälle (= 6,2 Prozent) beziehungsweise ein Rückgang um 33 angezeigte Vorfälle (= 6,1 Prozent) zu verzeichnen ist, gab es im Ressort Kultus einen Anstieg um 92 angezeigte Gewaltvorfälle (= knapp 57 Prozent). Auch im Geschäftsbereich des Wissenschaftsministeriums gab es einen Anstieg um 25 angezeigte Gewaltvorfälle, was einem prozentualen Anstieg von über 80 Prozent entspricht.
Ziel des Bayerischen Gewaltschutzprogrammes ist es, durch die Aufklärung über Präventivmaßnahmen in wirksamer Weise Gewalt zu erkennen, richtig einzuordnen und zu verhindern. Zudem sollen die im Gewaltschutzprogramm genannten Nachsorgemaßnahmen nach Gewaltvorfällen die richtigen Hilfestellungen bieten. Das Programm wird fortlaufend weiterentwickelt und aktualisiert. Zuletzt wurden im November 2025 Onlinekurse zum Mitarbeiterschutz vor Gewalt auf der eLearning Plattform BayLern eingerichtet.
Weitere Informationen zum Gewaltschutzprogramm finden Sie unter https://www.stmfh.bayern.de/oeffentlicher_dienst/mitarbeiterschutz/.
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