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Aktuelles
Pressemitteilung Nr. 066
München, 25.03.2026

FÜRACKER: GELBE TREPPE IN DER RESIDENZ MÜNCHEN ERSTRAHLT VOLLSTÄNDIG IN IHREM URSPRÜNGLICHEN GLANZ!
Wiederhergestellte Marmorkandelaber aus Laaser Marmor aufgestellt // Restaurierung der bedeutendsten Prunktreppe des Leo von Klenze damit komplett abgeschlossen

„Die Gelbe Treppe ist ein architektonisches Glanzlicht des Leo von Klenze! Davon konnten sich die Besucherinnen und Besucher der Münchner Residenz bereits seit der Wiedereröffnung in 2021 überzeugen. Den Schlusspunkt der Restaurierung setzen nun die zwei wiederhergestellten Marmorkandelaber. Damit kann die herausragende Architekturinszenierung wieder gänzlich in ihrem ursprünglichen Glanz bewundert werden“, stellte Finanz- und Heimatminister Albert Füracker bei der Feierstunde zum vollständigen Restaurierungsabschluss am Dienstag-Abend (24.3.) fest, die zusammen mit Catherine Demeter und Martin Liebhäuser, Vorstände der Edith-Haberland-Wagner Stiftung, in der Residenz München stattfand.

„Mein Dank gilt allen Projektbeteiligten, die seit 2016 dieses Juwel der Residenz unter großer künstlerischer und restauratorischer Herausforderung sowie mit viel Herzblut und Engagement rekonstruiert haben. Ein besonderer Dank geht dabei an die Edith-Haberland-Wagner Stiftung, die mit ihrer großzügigen Spende in Höhe von 3,08 Millionen Euro einen maßgeblichen Teil der Baukosten von gut 6,5 Millionen Euro und der Restaurierungskosten für die Marmorkandelaber von rund 150.000 Euro getragen hat. Erst diese erhebliche Mitfinanzierung hat die Wiederherstellung des einmaligen Baukunstwerks ermöglicht. Private Unterstützung in der Denkmalpflege ist eine unentbehrliche Hilfe“, so Füracker.

„Die Gelbe Treppe bietet eines der abwechslungsreichsten Raumerlebnisse in der Münchner Residenz. Dass wir hier und heute wieder den historischen Eindruck eines Lichtportals hinauf zu den Königsappartements erleben, wie ihn Leo von Klenze gedacht hat, verdanken wir unter anderem der Kompetenz und professionellen Leidenschaft der Fachkräfte der Bayerischen Schlösserverwaltung. Über mehrere Jahre hinweg haben sie dieses äußerst komplexe Restaurierungsprojekt zusammen mit externen Firmen und dem Staatlichen Bauamt geleitet. Im Besonderen danke ich der Edith-Haberland-Wagner Stiftung, ohne deren Unterstützung der Wiederaufbau dieses Raumes mit den beiden Marmorkandelabern nicht möglich gewesen wäre“, sagte Hermann Auer, Präsident der Bayerischen Schlösserverwaltung.

„Auf diesen Termin haben mein Kollege, Herr Liebhäuser, und ich schon lange hingefiebert! Wir sind überglücklich, dass wir die so prachtvoll restaurierte Gelbe Treppe, vollendet mit den wunderschönen Marmorkandelabern, der Öffentlichkeit mitübergeben dürfen. Seit 13 Jahren begleitet unsere Edith-Haberland-Wagner Stiftung dieses Projekt, das mit so viel Liebe, Begeisterung und Einsatz aller Beteiligten nun zu einem wunderschönen und endgültigen Abschluss gekommen ist! Es war und ist uns ein Anliegen ein so bedeutendes Denkmal in seiner alten Pracht wiederherzustellen. Für die Münchener und für die Gäste aus aller Welt, ist doch München der Ort der Völkerverbindung schlechthin. Dieses Baudenkmal ist ein stiller Zeitzeuge, das Geschichte erlebbar macht. Für uns als Stiftung ist es eine besondere Ehre, dass wir dieses große Restaurierungsvorhaben mit dem verehrten Herrn Staatsminister Füracker gemeinsam ermöglichen durften. Ganz herzlich danke ich allen Beteiligten für ihre großartige Leistung, für ihr handwerkliches Können, das besondere Feingefühl und die Liebe, die sie in dieses Projekt haben einfließen lassen!“, freute sich Catherine Demeter, 1. Vorständin der Edith-Haberland-Wagner Stiftung.

Die Haupterschließung für den Königsbau der Residenz, die Gelbe Treppe, wurde im Zweiten Weltkrieg, wie auch ein Großteil der Residenz München, zerstört. Die Residenz wurde seither wiederaufgebaut. Mit der Gelben Treppe ist ein weiteres historisches Element und ganz besonderes Detail instandgesetzt worden. Da der ursprüngliche Zustand nahezu lückenlos dokumentiert war, konnte der Hauptzugang zu den königlichen Appartements historisch korrekt rekonstruiert und originalgetreu wiederaufgebaut werden. Eingebettet in 200 m² spiegelnd geschliffenem gelbem Stuckmarmor erleuchtet der Treppenaufgang die über ihm liegende, 12 Meter hohe imposante Kuppel. Die zwei überlebensgroßen Karyatiden am oberen Ende der Treppe personifizieren Gerechtigkeit und Beharrlichkeit. Am Fuß der Gelben Treppe stimmen die beiden Marmorkandelaber aus Laaser Marmor auf die Gestaltung der Königsbauwohnung ein.

Die Münchner Residenz entwickelte sich seit dem Ende des 14. Jahrhunderts zum politischen und kulturellen Mittelpunkt Bayerns. Über 400 Jahre war die Münchner Residenz Wohn- und Regierungssitz der bayerischen Herzöge, Kurfürsten und Könige. Im Laufe der Jahrhunderte gestalteten die Fürsten die einst als reine Fluchtburg errichtete Neuveste in einen prunkvollen Herrschersitz um. Als größte urbane Schlossanlage Deutschlands gehört sie heute zu den bedeutendsten Kulturstätten Bayerns und wird von der Bayerischen Schlösserverwaltung betreut. Sie spielt als repräsentativer und gesellschaftlicher Mittelpunkt im Herzen der Landeshauptstadt eine herausragende Rolle. Die Residenz beherbergt mit über 100.000 Kunstwerken eines der größten Raumkunstmuseen in Europa.


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