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Aktuelles
Pressemitteilung Nr. 049
München, 18.03.2026

FÜRACKER: BAYERISCHE STEUERVERWALTUNG SETZT AUF KI – NOCH MEHR TEMPO BEI DER BEARBEITUNG VON STEUERERKLÄRUNGEN
Pilotprojekt in Finanzämtern Augsburg und Regensburg gestartet // Steuerverwaltung setzt verstärkt auf KI-Lösungen und eigene Rechenzentren // KI für noch mehr Effizienz und Bürgerfreundlichkeit

„Mehr Digitalisierung, mehr Tempo, mehr Service: Bayern erweitert sein KI-Portfolio um ein KI-gestütztes Modell zur Bearbeitung von Steuererklärungen! Wir setzen Künstliche Intelligenz gezielt ein, um Steuererklärungen noch schneller, effizienter und bürgerfreundlicher zu bearbeiten. Durch moderne Mustererkennung im Risikomanagement werden steuerrelevante Sachverhalte gezielter erkannt und Routinefälle automatisch abgeschlossen – das entlastet unsere Beschäftigten und beschleunigt den Bürgerservice. Mit diesem neuen Modul ergänzen wir die bereits bestehenden KI-Anwendungen in der Steuerverwaltung – wir gehen damit einen weiteren konsequenten Schritt zur Digitalisierung, Automatisierung und Bürgerfreundlichkeit“, betonte Finanz- und Heimatminister Albert Füracker.

„Die Bayerische Steuerverwaltung gilt insbesondere mit dem im Auftrag von Bund und Ländern federführend vom Freistaat Bayern entwickelten Verfahren ELSTER als die digitalste Verwaltung im Land. Unser Schlüssel zum Erfolg liegt im Know-How, in der Innovationsfreude und dem Engagement unserer Beschäftigten. Erfolgreich setzen wir zunehmend auf den flächendeckenden Einsatz von KI aus eigener Entwicklung. So erfüllen wir einerseits die spezifischen Anforderungen unserer Finanzämter. Andererseits stellen wir sicher, dass sensible Steuerdaten unserer Bürgerinnen und Bürger mit größter Sorgfalt im eigenen Rechenzentrum vertraulich und datenschutzkonform verarbeitet werden. Wir treiben dadurch weiter eine moderne, sichere und digital souveräne Grundlage für die Zukunft unserer Steuerverwaltung voran!“, so Füracker weiter.

Die Bayerische Steuerverwaltung verfolgt beim Ausbau des KI-Einsatzes ein klares Prinzip: Sicherheit und digitale Souveränität haben Vorrang. Sie setzt deshalb zunehmend auf eine eigene Enterprise-KI-Infrastruktur, bei der sensible Steuerdaten vollständig im geschützten Verwaltungsnetz verarbeitet werden – rechtssicher, ohne externe Dienste und ohne Datenabfluss.

Das neue KI-Modell zur Bearbeitung von Steuererklärungen wurde im KONSENS-Verbund entwickelt und zuerst in Nordrhein-Westfalen pilotiert. Es erweitert das bestehende Risikomanagement in den Finanzämtern um eine automatisierte Mustererkennung. Das neue Modell ermöglicht so eine schnellere, vollautomatische KI-gestützte Bearbeitung von routineartigen Steuererklärungen. Die Pilotphase beginnt in den Finanzämtern Augsburg-Stadt und Regensburg und konzentriert sich zunächst auf Steuererklärungen von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern. Die Weiterentwicklung erfolgt durch Bayern und Nordrhein-Westfalen gemeinsam für alle anderen Bundesländer im KONSENS-Verbund.

Die neue Lösung zur Bearbeitung von Steuererklärungen ist nur Teil eines umfangreichen KI-Portfolios, das Bayern schrittweise ausbaut. Ende des vergangenen Jahres startete das Bayerische Landesamt für Steuern den Pilotbetrieb des KI-Chatbots „chat.BAI“, der gezielt für die Anforderungen der Finanzämter entwickelt wurde. „chat.BAI“ unterstützt Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dialogbasiert und kann – innerhalb einer gesicherten und abgekapselten Umgebung – auch sensible Dokumente automatisiert auswerten. Seit Mitte 2025 ist zudem ein sicheres KI-Übersetzungstool flächendeckend an den Finanzämtern und dem Bayerischen Landesamt für Steuern im Einsatz. Es ermöglicht schnelle und qualitativ hochwertige Übersetzungen sensibler Dokumente und Texte mit Auslandsbezug – ebenfalls ohne externe Dienste.

Ergänzend läuft seit September 2025 ein Pilotprojekt für KI-gestützten Support in der Softwareentwicklung im Bayerischen Landesamt für Steuern. Das im eigenen Rechenzentrum betriebene Tool unterstützt die Software-Entwicklung mit Hilfe von Code-Erläuterungen, Code-Generierung und der Code-Dokumentation sowie durch eine automatisierte Testentwicklung mit Fehlersuche und Optimierungsvorschlägen. Perspektivisch soll dies auf weitere Behörden ausgeweitet werden, um die Vorteile der KI auch dort strukturiert und sicher nutzbar zu machen. Neben der enormen Arbeitserleichterung für die Beschäftigten in der Softwareentwicklung werden die Ressourcen damit noch wirtschaftlicher eingesetzt.


Bayerisches Staatsministerium der Finanzen und für Heimat, Postfach 22 15 55, 80505 München
Pressesprecher: Dennis Drescher
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