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Pressemitteilung Nr. 060
München, 27.03.2019

FÜRACKER: ARBEITEN AM FRANKONIABRUNNEN IN WÜRZBURG BEGINNEN
Schlösserverwaltung restauriert das „Liebesdenkmal des fränkischen Volkes“

Die Bayerische Schlösserverwaltung beginnt mit der umfassenden Restaurierung des 125 Jahre alten Frankoniabrunnens. „Ein Stück Heimat soll wieder in seinem ursprünglichen Glanz auf dem Würzburger Residenzplatz erstrahlen. Ab der kommenden Woche wird der als „Liebesdenkmal des ganzen fränkischen Volkes“ anlässlich des 70. Geburtstags des Prinzregenten Luitpold von Bayern gebaute Brunnen eingehaust. Die aufwändige Restaurierung dauert rund ein Jahr und kostet rund 500.000 Euro“, teilte Finanz- und Heimatminister Albert Füracker mit. Die Restaurierung ist notwendig, da die Bronzefiguren von Ferdinand von Miller so mit Kalkablagerungen überzogen sind, dass diese nicht mehr als Bronzefiguren zu erkennen sind. Auch von allen Natursteinoberflächen müssen die dichten Kalkkrusten entfernt werden. Die veraltete Brunnentechnik muss ebenfalls grundlegend saniert werden.

Errichtet wurde der Brunnen als „schönes Denkmal der Treue und Anhänglichkeit Frankens an Bayerns geliebtes Königshaus“ anlässlich des 70. Geburtstags des Prinzregenten Luitpold von Bayern am 12. März 1891. Zum Geburtstag erhielt der beliebte, in der Residenz Würzburg geborene Jubilar, allerdings nur eine erste Skizze des Brunnens überreicht. Die Einweihung des fertiggestellten Brunnendenkmals fand erst drei Jahre später, am 3. Juni 1894, in Anwesenheit des Prinzregenten statt.

Die Bronzefiguren entstanden in der Münchner Erzgießerei des jüngeren Ferdinand von Miller, der auch den Gesamtentwurf geliefert hatte. Gabriel von Seidl plante die architektonischen Teile. Ausgeführt wurden die Maurerarbeiten und das steinerne Brunnenbecken von Baumeister Hofmann, die Figurensockel und Muschelschalen von H. J. Metzger. Auf einem kreisförmigen Podest, das mit farbigem Mosaikpflaster versehen ist, steht ein kleeblattförmiges, aus drei Kreisbögen gebildetes Brunnenbecken mit einem Durchmesser von zehn Metern. In dessen Zentrum erhebt sich auf einem Felsensockel ein hohes, steinernes Postament mit der Figur der Frankonia, zu einer Höhe von acht Metern. Um das Postament sind drei „hervorragende Persönlichkeiten der fränkischen Volksgeschichte“ als Sitzfiguren angeordnet. Diese Bronzefiguren stellen den Dichter und Minnesänger Walther von der Vogelweide, den Bildschnitzer Tilman Riemenschneider und den Maler Matthias Grünewald jeweils mit typischen Attributen ausgestattet dar. Zwischen ihnen fließen aus drei Bronzemasken Wasserstrahlen über je zwei Muschelschalen in das große Brunnenbecken ab.

Auf dem zentralen Steinpostament steht die Bronzefigur der Frankonia, die in der Linken eine Lanze mit dem „Rennfähnlein“ als Banner Frankens und in ihrer Rechten einen Lorbeerkranz hält. Ihr zu Füßen reiten drei Bronzeputten auf wasserspeienden Fischen, zwischen denen sich ein Reliefmedaillon mit dem Bildnis des Prinzregenten sowie das fränkische und das bayerische Wappen befinden.

Den Naturstein an Brunnenbecken und Figuren reinigen Restauratoren mit einem Partikelstrahlverfahren. Einen Teil der Reinigung übernimmt im Rahmen eines Kultursponsorings die Firma Kärcher.

Weiterführende Links:


Bayerisches Staatsministerium der Finanzen und für Heimat, Postfach 22 15 55, 80505 München
Pressesprecherin: Andrea Ebenhoch-Combs
Telefon 089 2306-2460 und 2367, Telefax 089 2809327
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