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Pressemitteilung Nr. 191
München, 25.09.2020

FÜRACKER ÜBERREICHT BUNDESVERDIENSTORDEN UND EHRENZEICHEN DES BAYERISCHEN MINISTERPRÄSIDENTEN
Bundesverdienstkreuz am Bande für Waltraud Koller-Girke (Weiden i.d.OPf.), Wilfried Neuber (Oberviechtach) und Klaus Eder (Donaustauf) // Ehrenzeichen für Joseph Klein (Berg)

„Eine Würdigung Ihres langjährigen und herausragenden Engagements für unser Gemeinwesen!“ - Mit diesen Worten überreichte Finanz- und Heimatminister Albert Füracker, MdL die Ordensinsignien des Bundesverdienstkreuzes am Bande an Waltraud Koller-Girke (Weiden i.d.OPf.), Wilfried Neuber (Oberviechtach) und Klaus Eder (Donaustauf). Er gratulierte bei der Feierstunde in Nürnberg am Freitag (25.09.) den Geehrten herzlich zu dieser vom Bundespräsidenten verliehenen hohen Auszeichnung für hervorragende Leistungen für das Gemeinwohl.

Die Selbständige Kauffrau i. R. Waltraud Koller-Girke engagiert sich unter anderem seit 1968 in der Arbeiterwohlfahrt Weiden, derzeit als Vorstandsmitglied im Orts- und Kreisverband. Seitdem hat sie in vielen gemeinnützigen Organisationen in verantwortungsvollen Positionen gewirkt, u.a. beim Förderverein für Schwerkranke e.V., bei den Freunden und Förderern der VOS/BOS Weiden und beim Förderverein der Regionalbibliothek Weiden. Kommunalpolitisch tätig war sie im Stadtrat der Stadt Weiden i.d.OPf., davon über 30 Jahre als stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende. Die Geehrte war Sprecherin im Kinder- und Jugendhilfeausschuss und im Klinikumsausschuss. Sie hatte maßgeblichen Anteil an der Schaffung des Kindergartens Lorenz-Werthmann, des Kinderhortes am Stockenhut und des Kinderhauses in Weiden.

Der Physiotherapeut Klaus Eder kam durch seine Lehrtätigkeit 1981 zum Deutschen Spitzensport und begleitet seit Jahrzehnten als physiotherapeutischer Betreuer die sportlichen Erfolge hautnah. Bei allen Olympischen Sommerspielen seit 1984 und den Winterspielen 2010 und 2014 war er dabei. Seit 2004 ist er Cheftherapeut der Deutschen Olympiamannschaft und Sprecher der Physiotherapeuten des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB). Dies alles leistet der Geehrte einschließlich der aufwendigen Vor- und Nachbereitungen der sportlichen Großereignisse ehrenamtlich. Mit dem 1988 eröffneten modernen Rehabilitations- und Ausbildungszentrum „EDEN REHA“ gibt er sein Fachwissen und seine Erfahrung an junge Kolleginnen und Kollegen weiter und leistet damit einen wesentlichen Beitrag zum weltweit hervorragenden Ruf der deutschen Physiotherapie.

Altbürgermeister Wilfried Neuber gehörte über 35 Jahre dem Stadtrat der Stadt Oberviechtach an, unter anderem als Erster (1989 bis 2008) und Zweiter (1984 bis 1989) Bürgermeister. Der Geehrte hat zahlreiche Infrastrukturprojekte realisiert und seine Geburtsstadt so zu einer modernen und attraktiven Heimat gemacht. Er engagiert sich zudem in einer Vielzahl von Ehrenämtern mit großem Einsatz für gesellschaftliche, kulturelle und soziale Belange, etwa seit 40 Jahren als 1. Vorsitzender des Ortsvereins der Arbeiterwohlfahrt. Dank seiner Mithilfe konnte unter anderem ein Bildungs- und Mehrgenerationenhaus verwirklicht werden. Seit 2002 wirkt er bei den „Doktor-Eisenbarth-Festspielen“ in Oberviechtach mit. Seit 2008 führt er als Vorsitzender mit großem Erfolg den „Museumsverein Oberviechtach e. V.“ und gibt als ehrenamtlicher Museumsführer sein umfassendes Wissen an die Besucher weiter.

Für ein lebendiges Gemeinwesen ist ehrenamtliches Engagement unentbehrlich. In Bayern setzen sich fast die Hälfte aller Bürgerinnen und Bürger über 14 Jahren in ihrer Freizeit freiwillig und unentgeltlich für andere Menschen ein. „Das Ehrenamt gehört zur Identität Bayerns. Wer diese Aufgabe übernimmt, zeigt damit eine besondere Verbundenheit zu seiner Heimat. Der Geehrte steht mit seinem Einsatz für unzählige engagierte Bürgerinnen und Bürger im Freistaat. Die Auszeichnung ist eine gebührende Anerkennung Ihres langjährigen hervorragenden ehrenamtlichen Einsatzes!“ - Mit diesen Worten überreichte Füracker das Ehrenzeichen des Bayerischen Ministerpräsidenten für Verdienste von im Ehrenamt tätigen Frauen und Männern an Joseph Klein aus Berg bei Neumarkt i.d.OPf. Der ehemalige Vermessungsbeamte hat über Jahrzehnte die Musikkultur seines Heimatortes geprägt. Er war und ist in mehreren Vereinen und Institutionen engagiert ehrenamtlich tätig, wie bei den Schwarzachtaler Sängern Berg-Gnadenberg oder den Schwarzach-Musikanten Berg-Oberölsbach. Seine Amtszeiten als 1. Vorstand, Schriftführer, Kassier und 1. Chorleiter in beiden Musikvereinen summieren sich auf unglaubliche 165 Lebensjahre. Seit 1975 ist er ferner Mitglied und langjähriger Vorstand des Obst- und Gartenbauvereins Berg und der Soldaten-, Krieger- und Reservistenkameradschaft Berg.

Hinweis:
Fotos von der Übergabe der Orden und Ehrenzeichen stehen zum Download bereit unter www.stmfh.bayern.de/aktuelles/pressegalerie/

Weiterführende Links:


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