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Pressemitteilung Nr. 146
München, 28.06.2019

FÜRACKER: FRÄNKISCHE, BAYERISCHE UND EUROPÄISCHE GESCHICHTE WIRD IN BAMBERG LEBENDIG
Heimatminister eröffnet in der Neuen Residenz Bamberg die Ausstellung „Majestäten, Königskinder, Verfassungsväter. Die neue Residenz im langen 19. Jahrhundert“

„Die Neue Residenz Bamberg war über 200 Jahre von 1700 bis 1919 ein Mittelpunkt der fränkischen und bayerischen Politik. Auch europäische Geschichte wird mit der Sonderausstellung in Bamberg lebendig. König Otto von Griechenland war der wohl außergewöhnlichste Bewohner der Neuen Residenz. Geschichte wurde auch vor 100 Jahren geschrieben als hier 1919 die Bamberger Verfassung entstand, die erste demokratische Verfassung Bayerns“, stellte Finanz- und Heimatminister Albert Füracker bei der Eröffnung der Sonderausstellung „Majestäten, Königskinder, Verfassungsväter. Die neue Residenz im langen 19. Jahrhundert“ am Freitag (28.06.) in der Neuen Residenz Bamberg fest. „Die Sonderausstellung der Bayerischen Verwaltung der staatlichen Schlösser, Gärten und Seen verdeutlicht auf eindrucksvolle Weise die historische Bedeutung der Residenz für unsere Heimat. Sie spiegelt auch beeindruckende Lebenswege einstiger Bewohner wieder“, merkte Füracker an.

In den Räumen der Neuen Residenz werden im Rahmen der Sonderausstellung rund 100 Objekte aus der fürstbischöflichen Zeit bis in das frühe 20. Jahrhundert präsentiert. Darunter unter anderem der Thronsessel von König Otto für das Athener Schloss oder die Prunkwiege von Luitpold, Sohn des Erbprinzen Rupprecht. Die Sonderausstellung mit den verschiedenen Themensetzungen - von der Geschichte der Residenz über die unterschiedlichen Nutzungen, bis hin zur Geschichte der Bamberger Verfassung - kann während der Öffnungszeiten der Neuen Residenz bis zum 22. September 2019 besucht werden.

Die Neue Residenz Bamberg ist nach den Worten von Füracker als identitätsstiftender Ort für die ganze Region von großer Bedeutung. Dieses kulturelle Erbe gelte es für künftige Generationen zu bewahren und zu erhalten. Der Freistaat investiert daher auch kräftig in die Sanierung und Restaurierung. Im Rahmen laufender Baumaßnahmen werden mit Kosten von rund 12,8 Millionen Euro Dächer und Sandsteinfassaden sowie historische Appartements und der Kaisersaal restauriert. Die Rekonstruktion der barocken Bemalung der Innenhoffassade im Rosengarten wird eine neue Attraktion. Sie soll noch in diesem Jahr fertiggestellt werden. Nach der Wiedereröffnung des Kaisersaals und des Fürstbischöflichen Appartements im kommenden Jahr wird die Residenz wieder im alten Glanz erstrahlen, betonte Füracker.

Die Neue Residenz Bamberg aus dem 17. Jahrhundert ist das weithin sichtbare Zeichen der einstmals fürstbischöflichen Herrschaft auf dem Bamberger Domberg. Mit prachtvollen Möbeln und Kunstwerken ausgestattete Appartements verdeutlichen bis heute den herausragenden Stellenwert der Bamberger Residenz für den barocken Schlossbau in Franken. Unter anderem bewohnte König Otto von Griechenland nach seiner Rückkehr 1863 die ehemals fürstbischöfliche Residenz. Zum Schauplatz bayerischer Verfassungsgeschichte wurde die Residenz 1919 als die gewählte Regierung und der Landtag in Bamberg tagten. Die in der Neuen Residenz erarbeitete Bamberger Verfassung blieb während der gesamten Weimarer Republik gültig.


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